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Fürs elektronische Gedächtnis - HU-Termin bei der Dekra in Nürnberg.

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Veröffentlicht: 18.02.14 um 01:47 von DieLegende

Moin, allerseits!

Muß mal Dampf ablassen und fragen, ob Ihr ähnliche Fälle erlebt habt.

Die HU war mal wieder fällig, also hat meine Frau den Elch zur Dekra (Nürnberg-Hafen) gebracht.

Der Fehler dabei war die Kombination aus
1. Dekra
2. Frau

Trotz vereinbarten Termins und trotz der Tatsache, daß kein anderes Fahrzeug vor Ort war, haben die drei Jungs (wohl frisch aus dem Studium, keiner älter als 30) meine Frau erst mal 45 Minuten warten lassen - fing also gut an.

Den Tachostand (516.xxx Kilometer) haben sie erst einmal fotografiert, das konnten sie gar nicht glauben.
Dann die Frage, warum die Tuning-Felgen nicht eingetragen wären.
Auf die Antwort meiner Frau, das sei ab Werk so gewesen (ACHTUNG: Original Volvo, Modell Antilla!) kam der blöde Spruch von den Prüfern, es habe noch keine Alufelgen gegeben, als der Wagen gebaut worden ist. Aha, 1998 gab es noch keine Alufelgen. Ja, klar.
Außerdem würde man sich so eine alte Schrottkiste doch eh bloß zum Tunen holen, nicht für den Alltag, dafür gäbe es schließlich moderne Fahrzeuge.

An der Stelle hätte ich persönlich die Prüfung mangels Sachverstands der Prüfer abgebrochen.
Meine Frau hat sich die volle Länge gegeben.

Die Bremsenprüfung war zu deren Erstaunen erfolgreich - klar, kurz zuvor alles erneuert, was sich erneuern ließ.

Der nächste Punkt war das zweistufige Öffnen der Motorhaube - erst vom Fahrersitz aus, dann mittig von vorne.
Das war offenbar zuviel. Meine Frau hat sich dann erdreistet, ihnen zu zeigen, wie es geht, als sie überlegten, wo sie die Brechstange ansetzen sollten - "die Haube der Schrottkiste klemmt ja offensichtlich."
Reaktion der drei Jungs darauf war ein Anraunzer - was sie als Frau sich erdreisten würde, in ihre Arbeit zu pfuschen.

Danach fand sich plötzlich ein erheblicher Mangel - der Stellmotor des rechten Scheinwerfers funktionierte nicht.
Das war zuvor nicht der Fall, ich hatte die Funktion ja geprüft. Nun gut, kann bei über 500.000 Kilometern ja mal passieren.
Wie ich heute feststellte, mußte ich aber keinen neuen Stellmotor einsetzen, sondern lediglich das Kabel wieder anstecken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Dann öffneten die Jungs den Deckel des Vorratsbehälters der Bremsflüssigkeit (Wir erinnern uns: ALLES an der Bremsanlage habe ich erneuern lassen), um zu prüfen, ob da überhaupt welche drin wäre. Normalerweise würde man da ja einen gelblichen Flüssigkeitspegel sehen. Erstaunt stellte man dann fest, daß die neue Bremsflüssigkeit kaum Farbe hatte und daß der Behälter sogar ziemlich voll war.
Kommentar meiner Frau: "Wie hätte die Bremsenprüfung ohne Bremsflüssigkeit funktionieren sollen?" - Darauf gab es keine Antwort.

Danach suchte man sich einen neuen Mangel - Ein innerer Spurstangenkopf sei ausgenudelt.
Komisch, die Werkstatt, die drei Tage zuvor Bremsen und Fahrwerk unter ihren Fittichen hatte, fand nichts dergleichen. Könnte damit zusammenhängen, daß ich vor zehn Monaten einige braune Riesen in das Fahrwerk investiert habe.
Komisch, daß man dafür mit drei Mann rund zehn Minuten am Fahrwerk ruckeln mußte, um das sicher zu prüfen. Vor allem, nachdem zuvor die Motorhalterungen trotz der Kraftakte der drei Jungs (Müssen wirklich zwei Männer gleichzeitig am Motor ziehen und ein dritter von der anderen Seite her auf den Motor einschlagen, um die Halterungen zu prüfen?) keine Schwäche zeigten.

Ach ja, die AU war ja auch noch fällig. Blöd, wenn man fast den Getränkehalter herausreißt, wenn man an die OBD-Buchse heran will.
Da fällt mir ein - die Manschette der Handbremsenabdeckung muß ich aus der Öffnung am Mitteltunnel wieder herausholen, die hängt seit dem TÜV-Besuch dort drinnen. Auch da hatte man nach der OBD-Buchse gesucht.
Von meiner Frau wollte das keiner wissen. Als Frau habe sie sich da herauszuhalten, es ginge ja um Technik.
Sie zeigte Ihnen zuletzt aber doch, wo die Buchse war und wie man das zugehörige Fach öffnet, bevor ernsthafter Schaden am Interieur entstand.

Jedenfalls stellte sich da heraus, daß man beim V70 NICHT nur die Fehlermeldungen auslesen konnte, sondern sogar noch mit Sonde arbeiten muß. Was für ein altes Vehikel aber auch, nicht?
Irgendwie glaubten die Jungs aber den Meßergebnissen nicht, die zeigten nämlich optimale Werte.
Kurze Rekapitulation:
Luftfilter ziemlich neu, vor zehn Monaten neue Einspritzdüsen, kurz davor neue Einspritzpumpe, außerdem einmal Freibrennen durch meine Frau auf der Autobahn im dritten Gang auf dem Weg zur Dekra, bis Grobstaub und Rußablagerungen in Brikettform herausgefallen waren. Was - außer dem Optimum - soll da bitte herauskommen?

Als man dann entschied, daß die Sonde evtl. falsch plaziert sei und daß man vielleicht wie bei alten Motorrädern auch die Krümmer anbohren müsse, um die Sonde richtig zu plazieren, ist meine Frau explodiert.

Auf dem Rückweg meldete sich dann noch die Störungsleuchte "Bremskreis". Ergebnis:
Die Jungs können zwar den Deckel des Vorratsbehälters für die Fußbremse öffnen, schaffen es aber nicht, den Deckel wieder so aufzusetzen, daß die Dichtung nicht eingequetscht wird.
Einmal abnehmen, Dichtung zum Glück ohne ernsthafte Schäden, aufsetzen, festschrauben, Fehler beseitigt.

Ergebnis im ganzen jedenfalls:
HU nicht bestanden, einige Kleinschäden innen und außen durch die Vollpfosten und der dumpfe Verdacht, daß derselbe Wagen woanders und bei Vorführung durch einen Mann ohne Beanstandung durchgekommen wäre.

Nächste Woche Freitag also nochmal HU, dann aber woanders.

Habe ich schon erwähnt, daß ich meine Jungs vom TÜV mag? Mit denen hatte ich bislang noch nie Ärger.

Servus,

Holger
Kategorie: Kategorielos
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    Benutzerbild von Butzel
    Kenne ich irgendwoher
    Veröffentlicht: 18.02.14 um 18:20 von Butzel Butzel ist offline
 

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